Vasektomie – Die Sterilisation des Mannes

Mit einer Vasektomie kann der Mann einen aktiven Beitrag zur Empfängnisverhütung leisten und sie selber steuern. Denn bei einer Vasektomie werden die Samenleiter durchtrennt, so dass weitere Verhütungsmittel überflüssig werden.

Damit gilt die Methode als eine der sichersten überhaupt, sicherer als das Kondom. Deshalb haben sich weltweit bereits 3% der Männer für diese Methode entschieden. Diese Zahl gilt auch für Deutschland. Spitzenreiter ist Kanada mit über 20%.

Eine Vasektomie ist ein relativ unkomplizierter, ambulanter Eingriff, der weder die Sexualität beeinträchtigt, noch eine dauerhafte Zeugungsunfähigkeit bedeutet, denn er lässt sich auch noch nach Jahren rückgängig machen.

Ablauf der Vasektomie

Die Vasektomie (männliche Sterilisation) ist ein minimal invasiver chirurgischer Eingriff. Dabei werden durch einen kleinen Schnitt ( 1-2 cm) am Hodensack die im Samenstrang gebündelten Samenleiter, oberhalb des Nebenhodens durchtrennt. Die jeweiligen Enden werden mittels Naht und thermischer Verödung verschlossen, um ein erneutes zusammenwachsen zu verhindern. Danach können die Spermien nicht mehr in die Samenflüssigkeit gelangen und die erwünschte Infertilität wird erreicht. Diese Vasektomie dauert ca. 30 min. Sie wird meistens ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt. Auf Wunsch auch mit einer Analgosedierung, einer angenehmen Dämmerschlafnarkose.

Entsteht sofortige Unfruchtbarkeit?

Das gewünschte Ergebnis stellt sich nicht sofort ein, weil sich in den oberen Abschnitten der durchtrennten Samenleiter zunächst noch Spermien befinden. In der Regel kann man jedoch davon ausgehen, dass diese nach einigen weiteren Samenergüssen abtransportiert werden. Zur Sicherheit wird immer eine Nachkontrolle der Samenflüssigkeit empfohlen, da nur bei spermienfreier Samenflüssigkeit auf Verhütungsmittel verzichtet werden kann.

Vasektomie und Sexualität

Auf die Sexualität hat der Eingriff keine negativen Auswirkungen, denn die männlichen Hormone werden weiterhin in den Hoden produziert. Auch die Ejakulation verändert sich kaum da weiterhin Samenflüssigkeit in der Prostata und der Bläschendrüse gebildet wird. Die Errektionsfähigkeit bleibt ebenfalls unverändert.

Bleibt Man(n) immer steril?

Eine Vasektomie kann auch wieder Rückgängig (Refertilisierungsoperation) gemacht werden. Etwa wenn durch eine neue Partnerschaft der Wunsch besteht Kinder zu zeugen. Die Erfolgsaussichten hierbei sind relativ hoch, sinken aber im Laufe der Zeit ab.

Wie lange dauert der Eingriff?

Für die postoperative Erholung reicht eine körperliche Schonung sowie sexueller Enthaltsamkeit von 7 Tagen. Körperlicher Belastung sowie Sport ist nach 2 Wochen wieder möglich.

Beratung und Termine

Eine Vasektomie ist kein Eingriff, den man ohne ausführliche vorherige Beratung durchführen lassen sollte. Neben dem Wunsch, zumindest zeitweise, keine Kinder zu zeugen und seine Partnerin zu entlasten (Vermeidung von Hormonen in Pille oder Spirale), spielen häufig auch Sorgen um die eigene Sexualität eine große Rolle. Deshalb bieten wir Ihnen gerne eine ausführliche, persönliche Beratung, im Rahmen unserer Intimchirurgie, an, bei der wir alle Ihre Fragen gemeinsam durchgehen. Rufen Sie und an, oder schicken Sie uns eine E-Mail, um einen Termin abzustimmen.