Haarausfall Ursachen von 8 Arten

Zum Thema Haarausfall Ursachen und Arten werden hier die 8 häufigsten Arten von Haarausfall, ihre Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten erklärt.

Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall, die verschiedene Ursachen haben können. Doch bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist noch normal. Erst wenn es mehr werden, spricht man in der Medizin von krankhaftem Haarausfall (Effluvium). Er sollte behandelt werden, bevor noch mehr Haare verloren gehen. Denn Haarausfall, dessen Ursache in einer anderen Krankheit, Medikamenten oder etwa Stress liegt, ist relativ gut therapierbar. Sobald der Auslöser behandelt werden kann, lässt meistens auch der Haarausfall nach.

Allgemein belastend am Verlust der Haare ist, dass fehlende Haare oft mit Alt sein, fehlender Dynamik und Energie gleichgesetzt werden. Das empfinden unsere Patientinnen und Patienten, gerade wenn sie noch jünger sind, als unangenehm.

Deshalb möchten wir, vom Haar-Team der Fontana Klinik in Mainz, Ihnen dabei helfen, Ihren Haarausfall wirksam zu bekämpfen. Sprechen Sie uns an, wir sind für Sie da.

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Die Zeitschrift GALA empfiehlt Dr. Niermann als plastischen Chirurgen für Brust- und Bauch-OPs.

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Die 8 wichtigsten Arten von Haarausfall und ihre Ursachen

Auch wenn alle Menschen im Laufe der Jahre mehr Haare verlieren als nachwachsen, gibt es neben dem altersbedingten, eher schleichenden Haarausfall auch viele Arten von Haarausfall, deren Ursache nicht mit genetischer Veranlagung, Alter oder einer normalen hormonellen Umstellung des Körpers erklärt werden können. Deshalb ist eine genaue Ursachenforschung wichtig, um eine passende Behandlung einzuleiten.

Dazu gilt es zunächst einzuschätzen, wie viele und ob mehr Haare als üblich ausfallen. Die Grenze für ungewöhnlich hohen Haarausfall liegt bei über 100 Haaren am Tag. Erkennbar wird der verstärkte Haarverlust an einer zunehmenden Lichtung der Haare, vor allem an den Geheimratsecken, dem Scheitelbereich und dem Hinterkopf. Diese ausgefallenen Haare finden sich auf dem Kissen im Bett, in Kamm und Bürste oder im Abfluss der Dusche. Treten alle diese Faktoren auf, spricht man von einer Alopezie bzw. Alopecia, die man ärztlich untersuchen lassen sollte.

In den allermeisten Fällen handelt es sich um erblichen Haarausfall, die häufigste Art des Haarausfalls. Aber auch andere Ursachen können den Verlust der Haare auslösen wie Medikamente (z. B. Nebenwirkungen), Mangelernährung (z. B. Vitaminmangel), psychische Faktoren (z. B. anhaltender Stress) oder Autoimmunkrankheiten (wenn z. B. körpereigene Abwehrmechanismen das Wachstum der Haare stören). Um den Haarausfall zu behandeln, muss zunächst die Ursache geklärt werden.

In diesem Kapitel möchten wir Ihnen gerne eine Orientierung über die verschiedenen Arten von Haarausfall und ihre Ursache geben. Dazu werden die Arten nach Ursache dargestellt und, weil viele unserer Patienten danach fragen, auch nach Geschlecht, denn gerade bei Frauen treten in der Praxis etliche Varianten auf, die sich bei Männern nur selten finden.

1. Androgenetischer Haarausfall (erblich bedingter Haarausfall): Symptome und Haarausfall Ursachen

Erblich bedingter Haarausfall ist die häufigste Art von Haarausfall, sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Er gehört zu den irreversiblen, also nicht umkehrbaren, aber behandelbaren Formen des Haarausfalls. Ähnlich, aber davon abzugrenzen ist der normale Verlust von Haaren in höherem Alter.

Die Symptome bzw. das Erscheinungsbild des androgenetischen Haarausfalls ist bei Männern und Frauen unterschiedlich und wird, wie weiter unten beschrieben, anhand von zwei verschiedenen Skalen (Hamilton-Norwood- und Ludwig-Skala – siehe Grafiken weiter unten) klassifiziert, ihre Auslöser sind jedoch identisch.

Stets zeigt sich ein gleichmäßiger, flächiger Haarausfall, der meist an der Stirn, den Geheimratsecken oder dem Scheitel (Frauen) beginnt und sich langsam ausweitet.

Ursachen des androgenetischen Haarausfalls

Die Ursache für den androgenetischen Haarausfall ist eine erblich bedingte Überempfindlichkeit an den Haarwurzeln gegenüber dem körpereigenen Hormon Dihydrotestosteron (DHT). DHT beeinträchtigt die Funktion der für die Nährstoffversorgung zuständigen Rezeptoren an den Haarwurzeln. Als Reaktion wird die Nährstoffversorgung der Haarwurzel eingeschränkt, sodass sich die Wachstumsphasen der einzelnen Haarwurzeln verkürzen und die Haare früher ausfallen. Ist die Empfindlichkeit dieser Rezeptoren bei entsprechender genetischer Veranlagung gegenüber diesem Hormon erhöht, fallen bei entsprechender genetischer Veranlagung die Haare relativ gleichmäßig an Stirn, Geheimratsecken oder bei Frauen am Scheitel sowie am oberen Kopf aus.

Vermutlich stellen Sie sich nun die Frage, warum nicht alle Menschen von einem androgenetischen Haarausfall betroffen sind und warum er unterschiedlich schnell verläuft. Um das zu verstehen, muss man wissen, dass die Menge an Haarwurzeln begrenzt ist und jede einzelne Haarwurzel nur eine bestimmte Anzahl von Wachstumsphasen durchläuft (12 bis 14), während der Haare gebildet werden und während der sie wachsen können. Wenn die letzte dieser Phasen erreicht und abgeschlossen ist, stellt die Haarwurzel ihre Produktion für immer ein. Deshalb ist ein gewisser Haarausfall im Alter völlig normal, denn am Ende jeder Wachstumsphase wird das Haar nicht mehr versorgt und abgestoßen.

Beim androgenetischen Haarausfall kommt es, ausgelöst durch das Hormon DHT, zum gleichen Effekt. Durch die Verringerung der Nährstoffversorgung wird die Wachstumsphase verkürzt und das Haar fällt aus. Doch je nachdem, wie lange die um mehrere Jahre schwankenden Wachstumsphasen bereits aktiv und wie viele davon bereits durchlaufen sind, wirkt sich der androgenetische Haarausfall auf den Haarwuchs aus – eben individuell sehr unterschiedlich, wie auch die genetische Prädisposition.

Erblich bedingter Haarausfall ist eingeschränkt medikamentös behandelbar. Dazu setzen die Hormonpräparate Finasterid oder Minoxidil an den Rezeptoren der Haarwurzel an, um sie vor den hormonellen Einflüssen des DHT zu schützen und so die Wachstumsphasen zu verlängern. Weniger belastend und dauerhaft ist hingegen eine Haartransplantation.

Androgenetischer Haarausfall bei Männern

Um den androgenetischen Haarausfall bei Männern zu bestimmen, folgt man in der Medizin dem in den 1970er Jahren entwickelten Hamilton-Norwood-Schema (Grafik).

Es dient der Verlaufsklassifikation und Dokumentation des Haarausfalls. Typisch ist der in den Stadien I bis III erkennbare Verlauf von zurückgehendem Haar an den Schläfen und der Stirn (Bilder links der mittleren und unteren Reihe bis zur Mitte). 

Erst später lichtet sich das Haar am oberen Hinterkopf, wie in den Stadien IV bis VI zu sehen (Bilder oberste Reihe und mittlere Köpfe der mittleren Reihe). Im letzten Stadium (VII) gehen die Flächen auf der gesamten Schädeldecke ineinander über, eine Vollglatze entsteht, bei der nur noch der Haarkranz am Hinterkopf stehen bleibt (letzte beiden Bilder der mittleren Reihe).

Sofern der an sich selbst beobachtete Verlauf diesem Muster folgt und mit einem Zurückweichen der Haare an Stirn und Geheimratsecken beginnt, der sich später am oberen Hinterkopf fortsetzt, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein androgenetischer Haarausfall vor. 

Sofern der an sich selbst beobachtete Verlauf diesem Muster folgt und mit einem Zurückweichen der Haare an Stirn und Geheimratsecken beginnt, der sich später am oberen Hinterkopf fortsetzt, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein androgenetischer Haarausfall vor. 

Androgenetischer Haarausfall bei Frauen

Auch bei Frauen ist die Überempfindlichkeit gegenüber dem männlichen Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT), das auch vom weiblichen Körper in geringen Mengen produziert wird, der Auslöser des androgenetischen Haarausfalls. Dieser tritt jedoch nicht ein, solang das von Frauen gleichzeitig produzierte weibliche Sexualhormon Östrogen ausreicht, um eine Überempfindlichkeit zu neutralisieren. Erst wenn sich die Produktion von Östrogen deutlich verringert, beispielsweise in der Menopause, bei einer Schwangerschaft oder durch Einnahme bzw. Absetzen der Pille, kann es zu einer Überempfindlichkeit kommen, die zu einem schleichenden Ausfall der Haare, meist beginnend am Scheitel, führt.

Weil sich der androgenetische Haarausfall bei Frauen anders als bei Männern entwickelt, verwenden die Mediziner die hierfür besser geeignete Ludwig-Skala (Ludwig-Schema). Sie beschreibt anhand von drei Stufen den Verlauf des androgenetischen Haarausfalls bei Frauen.

In der ersten Stufe (Nr. 1 in der Grafik) nach der Ludwig-Skala verringert sich das Volumen der Haare bei Frauen vom Scheitel aus. In der zweiten Stufe (Nr. 2 in der Grafik) ist bereits eine Verbreiterung des Scheitels erkennbar, die sich zunehmend schwerer durch eine Frisur kaschieren lässt. Im letzten Stadium (Nr. 3 in der Grafik) der Ludwig-Skala entstehen nicht ganz kahle aber deutlich lichte Flächen auf dem vorderen bis mittleren Oberkopf, wo die Kopfhaut zu sehen ist. Im Gegensatz zu Männern verläuft der Prozess deutlich langsamer und endet nicht mit einem totalen Haarverlust.

2. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Ursachen und Symptome

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) ist eine eher seltenere Form des Haarverlusts, bei dem auf dem Kopf (seltener auch im Bartbereich oder anderen Stellen des Körpers) kleinere, anfangs nur münzgroße runde kahle Stellen entstehen. Im Laufe der Zeit können die einzelnen haarlosen Stellen ineinander übergehen und sich so über den ganzen Kopf ausbreiten.

Im Gegensatz zum erblich bedingten Haarausfall fallen die Haare beim kreisrunden Haarausfall nicht schleichend aus, sondern charakteristischerweise sehr plötzlich oder schubweise.

Die Haut zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Elfenbeinfarbe aus. Diese kahlen Stellen sind glatt, eingesunken, nicht schuppend, und die Haarfollikel bleiben erhalten (Bild).

Im Randbereich dieser kahlen Stellen findet man häufig sogenannte Kolbenhaare, die wegen ihres Aussehens auch „Ausrufezeichen-Haare“ genannt werden. Dabei handelt es sich um kurz abgebrochene Haare, die an ihrem Ende immer dünner werden.

Häufig bestehen zusätzlich Veränderungen der Fingernägel mit Grübchen, Rillen oder sandpapierartigen Aufrauhungen.

Da die unregelmäßig auftretenden kahlen Stellen des kreisrunden Haarausfalls deutlich sichtbar sind, belastet er die Psyche und das Wohlbefinden der Betroffenen stark. Viele Patienten schildern uns, dass sie subjektiv mit jedem Haar an Attraktivität und damit an Selbstvertrauen einbüßen. Der Verlust der Haare – teilweise oder gänzlich – ist für viele Betroffene nur schwer zu verkraften.

Viele Patienten ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück und erleben psychisches Leiden bis hin zu einer Depression, bevor sie sich in eine professionelle Behandlung trauen. Oft handelt es sich dabei um jüngere Menschen, denn der kreisrunde Haarausfall, der in der Regel schon vor dem 40. Lebensjahr eintritt, kann auch im Kindes- oder Jugendalter auftreten.

Je nach Ausprägung und Verlauf der Krankheit unterscheidet man drei verschiedene Formen des kreisrunden Haarausfalls:

  • Alopecia circumscripta. Sie ist mit einem Anteil von 80 % die häufigste Form des kreisrunden Haarausfalls. Die Alopecia circumscripta ist in der Regel auf den Kopf beschränkt, wobei die restliche Gesichtsbehaarung an Wimpern, Bart und Augenbrauen erhalten bleibt.
  • Alopecia totalis. Wie der Name schon andeutet, ist diese Art des kreisrunden Haarausfalls dadurch gekennzeichnet, dass die Betroffenen ihr gesamtes Kopfhaar einschließlich der Gesichtsbehaarung verlieren. Diese Form tritt bei etwa 10 bis 20 % der Erkrankten auf.
  • Alopecia universalis. Sie kennzeichnet den schwersten Verlauf der Krankheit, bei dem die Haare am gesamten Körper ausfallen. Sie tritt in weniger als 10 % der Fälle auf.

Der kreisrunde Haarausfall tritt selten allein, sondern meistens zusammen mit anderen Grunderkrankungen auf. Zu den häufigsten Komorbiditäten zählen:

  • Neurodermitis
  • Chronisch entzündliche Schilddrüsenerkrankungen (Hashimoto Thyreoiditis)
  • Morbus Edison (Nebenniereninsuffizienz)
  • Vitiligo ( Weißfleckenkrankheit)
  • Zudem erkrankt jeder 10. Mensch mit Down-Syndrom im Laufe seines Lebens an kreisrundem Haarausfall.

Ursachen des kreisrunden Haarausfalls

Auch wenn die Forschung über die Ursachen des kreisrunden Haarausfalls nicht endgültig abgeschlossen ist, zeigt sich in vielen Studien, dass eine oft genetisch veranlagte Störung des körpereigenen Abwehrsystems für die Entstehung verantwortlich ist: Immunzellen greifen Haarfollikel an und diese entzünden sich.

Weil sich der androgenetische Haarausfall bei Frauen anders als bei Männern entwickelt, verwenden die Mediziner die hierfür besser geeignete Ludwig-Skala (Ludwig-Schema). Sie beschreibt anhand von drei Stufen den Verlauf des androgenetischen Haarausfalls bei Frauen.

In der ersten Stufe (Nr. 1 in der Grafik) nach der Ludwig-Skala verringert sich das Volumen der Haare bei Frauen vom Scheitel aus. In der zweiten Stufe (Nr. 2 in der Grafik) ist bereits eine Verbreiterung des Scheitels erkennbar, die sich zunehmend schwerer durch eine Frisur kaschieren lässt. Im letzten Stadium (Nr. 3 in der Grafik) der Ludwig-Skala entstehen nicht ganz kahle aber deutlich lichte Flächen auf dem vorderen bis mittleren Oberkopf, wo die Kopfhaut zu sehen ist. 

Im Gegensatz zu Männern verläuft der Prozess deutlich langsamer und endet nicht mit einem totalen Haarverlust. Neben Autoimmunerkrankungen, die bei etwa einem Fünftel der Patienten auch im familiären Umfeld zu Alopezie geführt haben, werden auch psychische Gründe wie andauernder Stress oder ein schwerer psychischer Schock als Ursache für Alopecia areata diskutiert.

3. Diffuser Haarausfall (Alopecia diffusa): Symptome und Haarausfall Ursachen

Kennzeichen eines diffusen Haarausfalls (Alopecia diffusa) ist eine gleichmäßige Ausdünnung der Haare, die – anders als beim kreisrunden Haarausfall – nicht nur auf klar begrenzte Stellen am Kopf beschränkt ist, sondern diffus über den gesamten Kopf verteilt auftritt (Bild).

Im Ergebnis schimmert immer mehr Kopfhaut zwischen den weniger gewordenen Haaren hindurch. Davon betroffen sind sowohl Frauen als auch Männer.

Ursachen des diffusen Haarausfalls

Etliche Faktoren könnten für diffusen Haarausfall verantwortlich gemacht werden. Einige dieser Auslöser kann man selbst kontrollieren und feststellen, ob das Haarwachstum wieder einsetzt, wenn man die Ursache, etwa Stress, reduziert oder eine Mangelernährung behoben hat. Für andere ist der Gang zum Arzt empfehlenswert, der z. B. anhand der Blutwerte einen Eisen- oder Zinkmangel feststellen und behandeln kann.

Die häufigsten Ursachen dafür sind:

  • Störungen bei den endokrinen Drüsen: Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion
  • Arzneimittel, z. B. Gerinnungshemmer, chemotherapeutische Medikamente, Psychopharmaka, Verhütungsmittel (Pille)
  • Vitamin A in zu hoher Dosierung oder Lithiumcarbonat
  • Generelle Mangelernährung und Diäten
  • Eisen- und Zinkmangel
  • Psychischer Stress als Auslöser oder Verstärker
  • Schädliche Substanzen: Alkohol, Nikotin, Drogen

Seltene Auslöser sind:

  • Chronische Infekte
  • Chronische Autoimmunerkrankungen
  • Schwermetallvergiftungen
  • Autoimmunkrankheiten wie Lupus erythematodes

Insgesamt ist diffuser Haarausfall gut, wenn auch nicht in allen Fällen behandelbar. Je früher man mit der Therapie beginnt, desto weniger Haare sind verloren und desto besser und schneller kann das Haarwachstum wieder angeregt werden.

4. Vernarbender Haarausfall (Alopecia cicatricalis): Symptome und Ursachen

Die vernarbende Alopezie ist selten und für Laien relativ schwer eindeutig zu erkennen. Es handelt sich hierbei um einen meistens langsam voranschreitenden Haarausfall, der zu asymmetrischen kahlen Stellen am Kopf führt. Neben dem Haarausfall kommt es zu Entzündungen und einer verstärkten Narbenbildung an den betroffenen Hautstellen. Damit sind weitere Symptome verbunden, die sich relativ gut erkennen lassen.

Zu den häufigen Symptomen zählen:

  • Rötungen der Kopfhaut
  • Juckreiz an der Kopfhaut
  • Brennendes Gefühl auf der Kopfhaut
  • Schmerzen auf der Kopfhaut
  • Bildung von Pusteln und Bläschen
  • Schuppige Haut an den kahlen Stellen

Trotz dieser Begleitsymptome ist es selbst für Ärzte nicht einfach, einen vernarbenden Haarausfall zu diagnostizieren. Um sicher zu gehen, muss oft eine kleine Probe der Kopfhaut entnommen (Biopsie) und zur Untersuchung in ein Fachlabor geschickt werden.

Weil an den bereits vernarbten Stellen keine Haare mehr wachsen können, sollte man bei Verdacht auf eine vernarbende Alopezie einen Arzt zur Abklärung und Behandlung hinzuziehen. Ziel ist es, die Ursache der Erkrankung zu behandeln und parallel die Vernarbung zu verlangsamen, um zu vermeiden, dass weitere Haarfollikel zerstört werden.

Man unterscheidet drei Arten des vernarbenden Haarausfalls:

  1. Primär vernarbende Alopezie
    Die primär vernarbende Alopezie wird durch Störungen ausgelöst, die bereits während der Entwicklung der Haarfollikel auftreten oder die durch erblich bedingte Veränderung verursacht sind.
  2. Erworbene primär vernarbende Alopezie
    Von einer erworbenen primär vernarbenden Alopezie, die erst mit der Zeit entsteht, spricht man, wenn autoimmune Reaktion des Körpers auf eigene Haarfollikel sowie bestimmte Hautkrankheiten unbekannter Herkunft, die gemeinsam mit der vernarbenden Alopezie auftreten, den Haarausfall auslösen.
  3. Sekundär vernarbende Alopezie
    Bei der sekundär vernarbenden Alopezie ist der Haarfollikel nicht das eigentliche Ziel des entzündlichen Prozesses. Vielmehr wird der Follikel indirekt als Begleiterscheinung einer Infektion, eines Tumors oder durch äußere Faktoren wie Bestrahlung, Verbrennung oder Verletzung zerstört.

Ursachen des vernarbenden Haarausfalls

Die vernarbende Alopezie tritt meist ohne erkennbaren Grund und gleichermaßen bei Männern und Frauen auf. Oft ist sie jedoch eine Begleiterscheinung anderer Erkrankungen oder Entzündungen der Kopfhaut, die zunächst erkannt und therapiert werden müssen, um auch den Haarausfall zu behandeln. 

Hierbei sollte man sich möglichst schnell medizinisch versorgen lassen, denn diese Form der Alopezie zerstört die Haarfollikel unwiederbringlich. Die vernarbten Stellen bleiben dauerhaft kahl und können nur durch eine Haartransplantation wieder mit Haar bedeckt werden.

Es gibt verschiedene Ursachen, die den vernarbenden Haarausfall zur Folge haben können. Dazu gehört unter anderem eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen wie z. B.

  • Krankheiten, die einzelne Organe oder den ganzen Körper betreffen, wie die Autoimmunkrankheit Lupus erythematodes oder Tumorerkrankungen
  • Hautkrankheiten wie die entzündliche Hauterkrankung Sklerodermie
  • Erkrankungen der Kopfhaut wie Schuppenflechte, virale, bakterielle oder Pilzinfektionen
  • Exogene Faktoren, die von außen wirken, wie Verätzungen, Verbrennungen, medizinische Strahlungstherapien zur Behandlung von Tumoren oder radioaktive Strahlenkrankheiten, die eine weitere Form exogener Faktoren sind

Je früher die Erkrankung und ihre Ursache festgestellt werden, umso höher sind die Chancen, sie durch eine passende Behandlung in den Griff zu bekommen. Oft kann die vernarbende Alopezie mit entzündungshemmenden Mitteln, Kortikosteroiden oder Antibiotika bekämpft werden. So kann verhindert werden, dass die betroffenen schädlichen Zellen weitere Haarfollikel zerstören. Das ist wichtig, weil sich die vernarbten Follikel nicht mehr regenerieren können und keine Haare mehr produzieren.

Nach der Behandlung der Ursache und dem Stoppen des Haarausfalls kann eine medizinische Haartransplantation sinnvoll sein, um entsprechende kahle Stellen wieder zu decken. Weitere Optionen bestehen meist nicht, denn im Gegensatz zu anderen Arten des Haarausfalls ist eine Behandlung mit handelsüblichen Mitteln, die das Haarwachstum anregen, bei vernarbender Alopezie völlig wirkungslos, weil die Follikel zerstört sind.

5. Weitere wichtige Arten von Haarausfall

Neben den häufiger anzutreffenden Arten von Haarausfall gibt es eine Reihe seltener Arten von Haarausfall. Etliche davon sind Mischformen aus den o. g. grundsätzlichen Haarausfallerkrankungen.

Alopecia actinica

Die strahlenbedingte Alopezie (Alopecia actinica) entsteht durch die Exposition radioaktiver oder ionisierender Strahlung. Sie wird bei Personen mit einer Strahlenkrankheit beobachtet, wie sie bei atomaren Verseuchungen oder bei medizinisch bedingten Strahlentherapien zur Bekämpfung von Tumorerkrankungen auftreten können.

Alopecia mecanis (Alopecia traumatica)

Die Alopecia mecanis wie auch die Alopecia traumatica entstehen aufgrund permanenten Drucks, Zugs oder ständiger Reibung an der Haarwurzel. Zum Beispiel durch das Tragen von schweren Lasten auf dem Kopf oder langem Aufliegen des Kopfes bei Bettlägerigen und Säuglingen. Auch zu straff gebundene Flechtfrisuren oder Zöpfe, meistens mit kulturellem Hintergrund, oder das sprichwörtliche „Haare raufen“, also Ziehen an den Haaren in Belastungssituationen, können zu diesem Haarausfall führen.

Auch die sogenannte Trichotillomanie, die psychische Ursachen hat (bedeutet das nervöse Ausreißen von Haaren aufgrund psychiatrischer Erkrankungen), gehört zu dieser Form des Haarausfalls.

Alopecia seborrhoica

Bei der Alopecia seborrhoica löst eine Überproduktion von Talg (Seborrhoe) an den Haarwurzeln eine chronische Entzündung des Haarfollikels aus, die zu Haarausfall führt.

6. Haarausfall bei Männern

Hatte Ihr Großvater nur noch wenige Haare und fallen Ihnen aktuell mehr als 100 Haare täglich aus, weist dies höchst wahrscheinlich auf die vererbbare Form des Haarausfalls, die androgenetische Alopezie, hin. Denn sie ist bei Männern (Studien nennen bis zu 80 %) die häufigste Ursache von Haarausfall.

Dieser genetisch bedingte Haarverlust fängt oft schon zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr im Bereich der Schläfen (Bild) und der oberen Region des Hinterkopfs an. Bei dem einen schneller, beim anderen eher schleichend. Je jünger man ist, desto unpassender und belastender wird der lichte Kopf empfunden. Schließlich steht nicht jedem eine modische Glatze, die viele als praktischen Ausweg nutzen.

Jedenfalls kommt es im Laufe der Jahre durch den eingeschränkten Haarwuchs zunächst zur Ausbildung der typischen Geheimratsecken (Bild). Mit zunehmendem Alter weitet sich dieser Haarausfall immer stärker aus.

Das Haar lichtet sich nun auch am hinteren Oberkopf (Tonsur). Im späten Stadium verbinden sich dann die beiden großen haarfreien Zonen miteinander, sodass eine großflächige Glatze entsteht. Schließlich wachsen die Haare nur noch hufeisenförmig als Haarkranz. Doch dieser Haarkranz bleibt bestehen, und das ist die gute Nachricht, weil seine Haarfollikel einen anderen Aufbau besitzen und so gegen die hormonelle Veränderung immun sind.

Behandelt werden kann der erblich bedingte Haarausfall nur mit Hormonen. Wer das nicht möchte oder wer die Nebenwirkungen nicht verträgt, der kann seine robusten Haare vom Haarkranz am Hinterkopf an die kahlen Stellen transplantieren lassen, wo sie dauerhaft weiterwachsen. Doch hierzu sollten Sie die Ursache zunächst von einem Arzt abklären lassen.

Der Verlauf des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern wird anhand der Norwood-Hamilton-Skala eingeordnet (Bild weiter oben). Diese Skala hilft den Ärzten, das Stadium anhand der sieben Stufen zu klassifizieren, um den androgenetischen Haarausfall besser zu bestimmen.

Diese Art des Haarausfalls wird hauptsächlich über die Gene der Mutter weitergegeben. Hatte also der Großvater mütterlicherseits noch im hohen Alter dichtes Haar, stehen die Chancen gut, die eigenen Haare als Mann lange behalten zu können.

7. Haarausfall bei Frauen

Ausgefallene Haare: Für so gut wie jede Frau ist der Schreck groß, wenn sie feststellt, dass ihr vermehrt Haare ausgehen. Finden sich morgens auf dem Kopfkissen, in der Dusche oder nach dem Frisieren in der Bürste immer mehr Haare, besteht meist kaum noch ein Zweifel, dass etwas mit dem Haarwuchs nicht ganz in Ordnung ist.

Hat man dann noch beim kräftigen Griff in die Haare ein kleines Büschel in der Hand, spielen sich schnell Horrorbilder vor dem inneren Auge ab. Jetzt sollte man einen Termin beim Haus- oder Hautarzt zur Abklärung der Ursache vereinbaren, um gezielt etwas gegen das dünner werdende Haupthaar zu unternehmen. Denn in vielen Fällen kann eine Therapie helfen und zumindest den Haarausfall verlangsamen oder beenden.

Die medizinische Klärung ist gerade bei Frauen wichtig. Denn obwohl auch bei Frauen der androgene Haarausfall mit ca. 30 % die zweithäufigste Ursache für Haarausfall darstellt, kommen bei Frauen eben zu 70 % andere Auslöser in Frage, die für den Verlust der Haare verantwortlich sind.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die speziellen Ursachen für Haarausfall bei Frauen:

  • Hormonschwankungen durch Schwangerschaft oder Antibabypille sowie Menopause

    Die Antibabypille verhindert eine ungewollte Schwangerschaft, indem sie dem weiblichen Körper die Hormone Östrogen und Gestagen zur Schwangerschaftsverhütung zuführt. Die Wirkung der beiden Hormone in Bezug auf die Haare ist gegenläufig, denn Östrogene können sogar dafür sorgen, dass die Haare zunächst kräftiger, glänzender und allgemein gesünder aussehen. Doch zyklusabhängig führt die Pille dem Körper auch Gestagene zu. Diese synthetischen Gestagene (Progestine) haben eine ähnliche Wirkung wie das männliche Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT), das auch bei Männern für Haarverlust verantwortlich ist. Derselbe Mechanismus, allerdings weitaus seltener als bei Männern, kann auch bei Frauen in Gang gesetzt werden, wenn ihre Haarfollikel überempfindlich auf steigende Gestagenspiegel reagieren. Eine Auswirkung dieser Reaktion kann ein verstärkter Haarverlust sein.

    Aber auch beim Absetzen der Pille kann es vorübergehend zu einem verstärkten Haarverlust kommen. Denn dadurch sinkt auch der Östrogenspiegel, und der positive Nebeneffekt, mit dem das Hormon den Haarfollikel am Anfang schützte, bleibt aus. Darüber hinaus kann es zu einer verstärkten Intoleranz der Haarfollikel gegenüber dem Hormon Gestagen kommen. Zwar reguliert der Körper diesen Unterschied in der Regel selbstständig aus, was mehrere Zyklen dauern kann, doch in einigen Fällen versagt die Selbstregulation der Haarfollikel. Das Haarwachstum bleibt dann auch nach dem Absetzen der Pille aus.

  • Haarausfall bei Frauen während oder nach der Schwangerschaft

    Während der Schwangerschaft stellt sich der weibliche Körper zur Versorgung und zum Schutz des Fötus um. Dazu wird auch vermehrt das Hormon Östrogen produziert. Neben vielen anderen positiven Effekten wird auch das Haarwachstum gestärkt. Die meisten Frauen haben während der Schwangerschaft dickere, gesündere und kräftigere Haare. Aber nicht alle. Bei einigen Frauen fallen die Haare bereits während oder für einige Zeit nach der Schwangerschaft aus.

  • Haarausfall bei Frauen während der Schwangerschaft

    Der genaue Mechanismus ist dabei nicht abschließend geklärt. Ursache für den Haarausfall kann der erhöhte Nährstoffbedarf sein, der durch den Embryo im Wachstum entsteht. Da es die Natur so eingerichtet hat, dass der Fötus zuerst versorgt wird, kann ein Nährstoffmangel bei der Mutter entstehen, der den Haarverlust zur Folge hat.

    Ob ein Nährstoffmangel vorliegt, kann anhand einer Blutuntersuchung geklärt werden. Oft ist es ein Eisenmangel, der schnell entsteht, weil eine schwangere Frau einen um etwa 60 % erhöhten Eisenbedarf hat. Wird dieser Eisenmangel nicht gedeckt, kann neben vermehrter Müdigkeit, blasser Haut und Unruhezuständen auch der Verlust von Haaren eine Folge sein.

  • Haarausfall bei Frauen nach der Schwangerschaft

    Vor allem in der Zeit nach der Schwangerschaft ist Haarausfall keine Seltenheit. Der Grund liegt darin, dass sich der Körper auf den nach der Entbindung erneut veränderten Hormonhaushalt, der weniger Östrogen produziert, einstellen muss. Östrogen unterstützt das Haarwachstum. Entsprechend reagieren viele Frauen nach der Schwangerschaft mit Haarausfall auf die verminderte Produktion von Östrogen. Dieses postpartale Effluvium (Haarausfall nach der Schwangerschaft) sollte unter normalen Umständen nach einigen Monaten neutralisiert sein, sofern nicht vermehrter Stress, Mangelernährung oder psychische Belastungen auftreten.

  • Haarausfall bei Frauen in der Menopause und nach den Wechseljahren

    Ähnlich wie erstmals in der Pubertät wird auch in den Wechseljahren der Frau ihr gesamter Hormonhaushalt auf den Kopf gestellt. Diese starke hormonelle Veränderung ist nicht nur der Grund für ungewöhnliche Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, sondern kann auch der Auslöser für Haarausfall sein. Diese Form des Haarausfalls bezeichnet man als telogenes Effluvium, die bereits in den Erbanlagen verankert sein soll. Die Ursache für den Haarausfall ist auch hier, dass die Haarwurzeln der betroffenen Frauen auf den sinkenden Östrogenspiegel und den damit stärker hervortretenden Dihydrotestosteronspiegel reagieren und in der Folge das Haarwachstum geschwächt wird.

8. Weitere Ursachen, die einen Haarausfall auslösen können

Ein normaler, gesunder Haarwuchs setzt voraus, dass die Haarwurzeln mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden. Ist diese Zufuhr gestört, können sie ausfallen. Deshalb kann auch eine ganze Reihe anderer Erkrankungen oder Störungen im Körper der Auslöser für den Verlust von Haaren sein. Diese indirekten Zusammenhänge sind mitunter nur schwer zu erkennen und erfordern Erfahrung. Nachfolgend haben wir einige der häufigsten dieser Auslöser aufgeführt, um ein Gefühl dafür zu vermitteln, auf welche Faktoren und eventuell bekannte Erkrankungen man achten sollte, wenn einem mehr Haare ausfallen, als sonst.

  • Medikamente als Auslöser

    Auch bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung Haare ausfallen lassen: Allgemein bekannt ist dies von der Chemotherapie, aber auch andere Immunsupressoren (Tamoxifen, Methotrexat) können einen deutlichen Haarverlust bedingen. Weniger bekannte, aber mögliche Verursacher sind auch einige Antibiotika wie Nitrofurantoin und Erythromycin, Allopurinol, Fibrate und Statine, ACE-Hemmer, Betablocker, Phenprocoumon, Heparine und Methylphenidat. Um dies herauszufinden, ist es wichtig, den untersuchenden Arzt über die Einnahme von Medikamenten zu informieren.

    In der Regel wachsen die Haare nach Absetzen des Medikaments nach. Trotzdem sollten Antibiotika nicht vor Ablauf der Therapie eigenmächtig abgesetzt werden, weil ansonsten die Resistenzen der Bakterien steigen und die Medikamente ihre Wirksamkeit verlieren können.

    Sollte ein Medikament als Ursache des Haarverlusts infrage kommen, ist mit dem verordnenden Arzt eine Alternative zu besprechen. Bei arzneimittelinduziertem Haarausfall, oder wenn die Ursache nicht festgestellt werden kann, kann eine PRP-Therapie mit aufbereitetem Eigenblut helfen, die Haare ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen und der Nebenwirkung des Medikaments entgegenzusteuern.

  • Haarausfall aufgrund von Nährstoffmangel

    Für ein gesundes Haarwachstum mit möglichst langen Wachstumsphasen benötigen die Haare einige Nährstoffe. Diese Nährstoffe sind normalerweise in einer ausgewogenen Ernährung enthalten. Zu Nährstoffmangel kann es jedoch durch einseitige Ernährung und Diäten, aber auch nach operativen Eingriffen an Magen und Darm, Krankheiten, Schwangerschaften oder Drogensucht kommen. Diese Unterversorgung kann die Ursache für Haarausfall sein, denn für das Haarwachstum benötigt der Körper eine ganze Menge unterschiedlicher Vitamine, Minerale und Mikronährstoffe. Hierzu zählen:

    • Zink
    • Eisen
    • Kupfer
    • Selen
    • Vitamin A
    • Vitamin E
    • Vitamin D
    • Vitamin B12
    • Vitamin B5
    • Biotin
    • Essenzielle Fettsäuren, wie beispielsweise in Leinöl enthalten
    • Essenzielle Aminosäuren (Eiweiße)

Ein Nährstoffmangel lässt sich über eine Blutuntersuchung bestimmen und z. B. über eine spezielle PRP-Therapie für Haarwachstum ausgleichen. Bei dieser Behandlung werden die Nährstoffe nicht über die Nahrung aufgenommen, sondern direkt an die Haarwurzel injiziert. Dazu werden die aus dem eigenen Blutplasma gewonnenen natürlichen Stammzellen mit den entsprechenden Nährstoffen angereichert und über kleine Injektionen in die Kopfhaut eingebracht. Auf diese Weise werden die für das Haarwachstum wichtigen Haarfollikel vollständig mit Nährstoffen versorgt.

  • Haarausfall als Begleiterscheinung einer Essstörung

    Essstörungen wie eine Magersucht sind primär psychische Störungen, die sich in einem ungesunden Essverhalten ausdrücken. Die betroffenen Menschen nehmen weniger Nahrung zu sich als für die Aufrechterhaltung ihrer Vitalfunktionen erforderlich wäre. Im Bemühen, Kohlenhydrate und Kalorien zu vermeiden, wird die Ernährung immer einseitiger, sodass es zu extremen Formen des Nährstoffmangels kommt. Der Körper verteilt die ihm verbliebenen wenigen Nährstoffe an wichtigere Stellen. Das Haarwachstum wird geschwächt. Zuerst werden die Haare dünner und glanzloser, später beginnen sie auszufallen.

    Mitunter erkennen an Magersucht Erkrankte ihren schlechten körperlichen Zustand erst, wenn ihre Haare ausfallen. Spätestens dann ist es höchste Zeit, einen Facharzt aufzusuchen. Die Behandlung von Essstörungen gehört nicht in die Hand von Haarexperten, sondern in die von Hausärzten und psychologischen Psychotherapeuten.

  • Schilddrüse als Auslöser von Haarausfall

    In der Schilddrüse werden viele für den Stoffwechsel wichtige Hormone gebildet, die von dort in das Blut abgegeben werden. Deshalb kann eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse auch die Ursache von Haarausfall sein. Diese Art des Haarausfalls kann bei Frauen, seltener bei Männern, zu Haarverlust führen. Fehlfunktionen der Schilddrüse lassen sich anhand mehrerer Merkmale selbst erkennen und über ein spezielles Blutbild nachweisen. Sollten Sie unter unten genannten Symptomen, abgesehen von vermehrtem Haarausfall, leiden, sprechen Sie unser Expertenteam oder Ihren Hausarzt an, um die Schilddrüse untersuchen zu lassen. Mitunter kann auch eine zusätzliche endokrinologische Hormonexpertise notwendig sein, um eine Schilddrüsengrunderkrankung zu diagnostizieren.

    • Haarausfall bei Schilddrüsenunterfunktion

      Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) werden nur noch reduzierte Mengen der Hormone Trijodthyronin und Tetrajodthyronin produziert. Eine Unterversorgung mit diesen Hormonen verlangsamt den gesamten Stoffwechselumsatz, was sich auch nachteilig auf das Haarwachstum auswirkt.

      Typische Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion können sein:

      • Brüchige und stumpfe Haare
      • Gewichtszunahme
      • Müdigkeit
      • Verlangsamte Reflexe
    • Haarausfall bei einer Schilddrüsenüberfunktion

      Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) produziert der Körper mehr Schilddrüsenhormone, als er benötigt. Der Stoffwechselumsatz steigt, das Gewicht sinkt. Doch dabei verwertet der Körper die Nahrungsstoffe nicht mehr adäquat, was unter anderem auch zu Haarausfall führen kann: Die Haare wachsen schneller (zu schnell) aus ihren Wurzeln, deshalb werden sie dünner, wodurch sie schneller abbrechen können. Unabhängig vom Haarverlust sind die typischen Symptome der Schilddrüsenüberfunktion:

      • Herzklopfen, Herzrasen
      • Schlafstörungen
      • Unruhe und Nervosität
      • Vermehrtes Schwitzen
  • Stress als Ursache von Haarausfall

    Auch wenn die Forschung sich über den Mechanismus, der hier einsetzt, noch nicht vollständig im Klaren ist, steht fest, dass anhaltender negativer Stress eine Ursache für Haarausfall sein kann. Man vermutet, dass die Botenstoffe, die durch den Stress entstehen, am Haarfollikel zu einer Reihe von entzündlichen Prozessen führen. Das Haar kann so an seiner Struktur geschädigt und an seinem Wachstum gehindert werden.

    Um Stress oder eine psychische Belastung als Auslöser von Haarausfall zu erkennen, hilft es, wenn sich die Patienten selbst mit der Frage auseinandersetzen, ob sie, seit sie ihren Haarausfall bemerkt haben, verstärktem Stress ausgesetzt waren. Wenn das der Fall ist, lässt sich der Haarausfall in den meisten Fällen stoppen, sobald der Stress nachlässt. Nachdem die stressige Phase überwunden oder durch entspannende Maßnahmen gedämpft wurde, sollte das normale gesunde Haarwachstum wieder einsetzen

  • Haarausfall durch falsche Pflege

    Waschen, Pflegen, Stylen, Föhnen, Glätten, Färben, Wickeln oder permanenter Zug durch Extensions (Traktionsalopezie): Perfekt gestylten Haaren wird eine ganze Menge zugemutet, oft täglich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die einzelnen und feinen Haare dieser Belastung auf Dauer nicht standhalten können, immer dünner werden oder sogar ausfallen. Fachleute sprechen deshalb von einem „Burn-out der Haare“.

    Oft gut gemeint können aber gewisse Haarshampoos, Styling-, Pflege- und Färbeprodukte die Haare belasten und ihre Poren verstopfen. Die Folge: Die Haare können nicht mehr atmen und werden unzureichend mit Nährstoffen versorgt.

    Färbemittel und Tönungen funktionieren meist nur durch zahlreiche chemische Inhaltsstoffe. Sie machen das Haar brüchig und stumpf und können letztendlich zum Verlust der Haare führen.

    Aber auch die tägliche heiße Luft aus dem Föhn oder dem Glätteisen und selbst die oft trockene Heizungsluft in den Wintermonaten entziehen dem Haar die notwendige Feuchtigkeit. Dadurch wird es teilweise so stark angegriffen, dass es brüchig wird und ausfällt, bevor gesundes Haar nachwachsen kann.

    Um Haarausfall aufgrund falscher oder übertriebener Pflege zu vermeiden, sollten Sie auf übermäßiges Waschen verzichten und pH-neutrale Shampoos benutzen. Auch andere Pflege- und Stylingprodukte sollten nicht zu häufig genutzt werden. Außerdem sollten Sie so oft es geht auf Hitze durch Föhnen und Glätten verzichten oder nicht die höchsten Stufen der Geräte einstellen.

  • Haarausfall durch Frisuren und Extensions

    Auch permanenter Zug an den Haarwurzeln kann zu Haarausfall führen. Er entsteht durch dauerhaft zu eng gebundene Steckfrisuren, zu fest gebundene Pferdeschwänze, aber auch durch Lockenwickler oder Haar-Extensions. Diese Maßnahmen können einen zu starken mechanischen Zug an den Haarwurzeln bewirken. Dieser Prozess (Traktionsalopezie), der auch an Wimpern durch Wimpernextensions auftreten kann, schädigt die Haare dauerhaft und ist in vielen Fällen irreversibel, also nicht umkehrbar.

Eine direkte, persönliche Beratung erhalten Sie hier

Als Fachklinik für Haartransplantation haben wir viel Erfahrung darin, in kahle und an lichte Stellen dauerhaft wachsendes Haar einzusetzen. Erfolg dabei setzt immer voraus, die Ursache des Haarausfalls zu kennen. Gern beraten wir Sie, um die Ursache Ihres Haarausfalls zu erkennen. Allerdings können wir nicht alle Untersuchungen selbst durchführen. Daher empfehlen wir unseren Patienten, sich zunächst bei Ihrem Hausarzt oder Dermatologen eine Diagnose stellen zu lassen, aus der sich die Ursache ihres Haarausfalls ergibt. Auf Basis dieser Diagnose können wir mit Ihnen entscheiden, ob eine Haartransplantation der geeignete Weg für Sie ist, wieder zu schönem und vollen Haar zu gelangen.

Wenn wir Ihnen helfen sollen, rufen Sie uns einfach an, oder füllen Sie schnell das kurze Kontaktformular aus. Wir freuen uns auf Sie.






    Gerne können Sie uns hier bis zu drei Fotos von Ihrem Haarausfall zusenden.





    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Herz aus.

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    Weitere häufige Fragen zu den Arten und Ursachen von Haarausfall

    Hier finden Sie häufige Fragen, die uns unserer Patienten in der Beratung im Zusammenhang von Haartransplantationen bei Haarausfall stellen. 

    Haartransplantation als dauerhafte Lösung bei Haarausfall?

    Viele der vorgestellten Tipps sind nur kurzfristig hilfreich. Sie können zwar den Haarverlust stoppen, aber nicht dafür sorgen, dass die Haare wieder nachwachsen. An dieser Stelle ist eine Eigenhaarverpflanzung sinnvoll. Dabei werden noch aktive Haarwurzeln in die kahlen Stellen verpflanzt, wachsen dort an und bilden neue aus. Die transplantierten Haarwurzeln sind unempfindlicher gegenüber Einflüssen, die zu Haarverlust führen. Es ist ein nur einmaliger ambulanter Eingriff nötig, um wieder dauerhaft volles und schönes Haar zu haben.

    Beim Mann ist bis zu 90 % die häufigste Form des Haarausfalls die androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall).

    Welche Haarausfallursachen kommen besonders häufig vor?

    Beim Mann ist mit bis zu 90 % die häufigste Form des Haarausfalls die androgenetische Alopezie, der erblich bedingte Haarausfall. Er kommt, wenn auch seltener bei Frauen (ca. 10%) vor. Somit ist der erblich bedingte Haarausfall die häufigste Art von Haarausfall. Bei Frauen allein, ist es mit bis zu 30% der diffuse Haarausfall.

    Welches ist bei Frauen der häufigste Haarausfall?

    Besonders bei Patienten, die zu unschöner Narbenbildung neigen, könnten durch die FUT-Technik gegen Haarausfall Narben im Haarkranz an den Stellen entstehen, an denen der Hautstreifen mit den follikulären Einheiten entnommen wurden. Sie können jedoch mit den umliegenden Haaren, sofern diese lang genug sind, überdeckt werden.

    Welche Haarausfallursache kommt bei Männern besonders häufig vor?

    Beim Männer ist der erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie) die häufigste Art von Haarausfall, mit bis zu 90 % der Fälle.

    Wie oft kommt kreisrunder Haarausfall vor?

    Bei Männern und Frauen steht die Alopecia areata: der kreisrunde Haarausfall an dritter Stelle.

    Haarausfall bei Männern und bei Frauen – gibt es Unterschiede?

    Bei Männern tritt der erbliche Haarausfall mit bis zu 90 % am häufigsten auf. Hierbei ist eine genetische Veranlagung dafür verantwortlich, dass die Rezeptoren an den Haarwurzeln auf ein bestimmtes Hormon (DHT) überreagieren und das Haarwachstum eingestellt wird. Diese Art des Haarausfalls kann auch bei Frauen auftreten, ist aber nur in 10 % der Fälle für den Haarausfall verantwortlich. Deutlich öfter, in 30 % der Fälle, kommt es bei Frauen zu einem diffusen Haarausfall. Dabei werden die Haare über den ganzen Kopf verteilt dünner und brüchiger, fallen somit aus und die Kopfhaut scheint durch.

    Ab wie vielen Haaren, die täglich ausgehen, spricht man von Haarausfall?

    Von normalem Haarausfall spricht man bei einem Ausfall von ca. 70 bis 100 Haaren am Tag. Ist die Anzahl höher, spricht man von einem krankhaften Haarausfall. Tatsächlich zählen Betroffene aber nicht die Haare, die sich in der Bürste oder im Duschsieb finden, deshalb beginnt der Haarausfall für die Betroffenen meist erst dann, wenn sich kahle Stellen, lichtes Haar und sehr dünnes Haar zeigen. Dann ist der Gang zum Experten für Haarmedizin unabdingbar.

    Was hilft bei Haarverlust?

    Sollte der Haarverlust eine klar definierte Ursache haben, wie z. B. beim erblich bedingten Haarausfall oder beim diffusen Haarausfall und deren Unterformen, sollte zunächst die Ursache behandelt werden. Des Weiteren empfehlen wir eine ausgewogene Ernährung, den Abbau von Spannungen und Stress im Alltag, Verzicht auf Zigaretten und Alkohol, regelmäßig Sport zu treiben, keine Verwendung aggressiver Haarprodukte, die Haare nicht zu heiß zu waschen bzw. nicht mit Föhn und mit Glätteisen zu traktieren, nicht täglich zu stylen und vor Sonneneinstrahlung schützen etc. Eventuell kann der Haarausfall mit einer medikamentösen Therapie (Finasterid, Minoxidil) behandelt werden.

    Ist eine Haartransplantation eine dauerhafte Lösung bei Haarausfall?

    Viele der vorgestellten Hilfen gegen Haarverlust sind nur kurzfristig hilfreich. Sie können zwar den Haarverlust stoppen, aber nicht dafür sorgen, dass die Haare wieder nachwachsen. Diese Lücke kann eine Eigenhaartransplantation füllen. Dabei werden noch aktive Haarwurzeln in die kahlen Stellen verpflanzt, wachsen dort an und bilden neue aus. Die transplantierten Haarwurzeln sind unempfindlicher gegenüber Einflüssen, die zu Haarverlust führen. Es ist ein nur einmaliger ambulanter Eingriff nötig, um wieder dauerhaft volles und schönes Haar zu haben

    Mehr Informationen gewünscht?

    Nachdem Sie nun viele Informationen über die Ursache von Haarausfall gelesen haben, wollen Sie vielleicht genauer wissen, wie die spezielle Art von Haarausfall diagnostiziert werden kann, die Sie bei sich vermuten. Oder Sie möchten gleich etwas über die Behandlungsmöglichkeiten erfahren. Klicken Sie dazu bitte hier:

    Mehr Infos zur: Diagnostik von Haarausfall – die Untersuchungen

    Mehr Infos zur: Behandlung von Haarausfall – die Therapieformen

    Mehr Infos zur Verpflanzung eigener Haare bei Haarausfall – die Haartransplantationen

    Allgemeine Übersicht zum Haarverlust – starker Haarausfall

    Arzt Empfehlung Plastische Chirurgie Brust-OP Bauchstraffung 2020 von Gala

    Die Zeitschrift GALA empfiehlt Dr. Niermann als plastischen Chirurgen für Brust- und Bauch-OPs.

    Patientenmeinung zur Haartransplantation

    Von dem Erstgespräch über die Haartransplantation bis hin zur Nachbehandlung, erfüllte Dr. Niermann voll und ganz meine Erwartung. Ihn kann man wärmstens empfehlen.

    Patient: 50-59 Jahre

    Info-Box: Haartransplantation

    Für: Frauen u. Männer
    Regionen: Gesamte Gesichts- u. Kopfhaare
    Methoden: FUE und FUT
    Klinikaufenthalt: ambulant
    Haltbarkeit: Ja, dauerhaft dichtes Haar
    Kosten: ab 1.800 € bis 8.000 €

    Warum Ihre Haarverpflanzung bei uns?

    ♥   15 Jahre Erfahrung, viele Empfehlungen
    ♥   FUE, FUT und andere Methoden
    ♥   Sehr erfahrenes Haar-Team
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