Mainz: 8 tolle Sehenswürdigkeiten besuchen

Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz ist aus vielerlei Gründen einen Besuch wert. Sollten Sie also von etwas weiter herkommen, können wir Ihnen nur empfehlen, vor oder nach Ihrem Aufenthalt in der Fontana Klinik noch etwas Zeit für eine kleine Tour durch Mainz einzuplanen und sich die Sehenswürdigkeiten anzuschauen.

Gerne versorgen wir Sie oder Ihre Begleitung mit ein paar guten Tipps, was Sie sich in Mainz anschauen sollten. Oder Sie lesen sich gleich unsere Vorschläge zu den besten Sehenswürdigkeiten auf dieser Seite durch. Es lohnt sich Mainz zu besuchen.

 

Mainzer Altstadt Augustinerstraße

Mainz Brücke beim kurfürstlichen Schloss

Mainzer Sehenswürdigkeiten Fachwerkhaus

Mainz Sehenswürdigkeit beim Dom und Gutenbergmusem

Die wichtigsten Eckdaten zu Mainz

Mainz zählt mit etwas über 210.000 Einwohnern zu den mittelgroßen Städten in Deutschland und lässt sich gut an einem Tag erkunden. Dabei hat man die Gelegenheit eine interessante Zeitreise zu unternehmen, denn Mainz wurde schon vor über 2.000 Jahre, als römisches Militärlager „Moguntiacum“, im Jahr 13/12 v. Chr. gegründet. Bald darauf wurde Mainz erstmals Landeshauptstadt der Provinz „Germania Superior“.

Aufgrund der guten Lage und wirtschaftlichen Situation entwickelte sich Mainz von einem mittelalterlichen Bischoffssitz zur kurfürstlichen Residenzstadt. Bereits 1476 genehmige Papst Sixtus IV dem Mainzer Kurfürsten die Errichtung einer Hochschule, kurz nachdem Johannes Gutenberg den Buchdruck erfunden und den Zugang zu Wissen erleichtert hatte. Mehr dazu erfahren Sie beim Besuch der 10 eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten direkt vor Ort.

8 Eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten für einen schönen Aufenthalt in Mainz

1. Tipp: Der Mainzer Dom St. Martin

Besucht man eine kurfürstliche Residenzstadt, darf natürlich die Besichtigung des Doms nicht fehlen. Vor allem in einer Stadt, deren erste christlichen Gemeinde bereits 368 urkundliche Erwähnung fand. Der heutige Hohe Dom St. Martin zu Mainz wurde bereits vor über 1.000 Jahren, vom damaligen Erz- und Reichskanzler des Heiligen Römischen Reiches, Erzbischof Willigis, in Auftrag gegeben. Während dieser langen Zeit brannte der Dom, wurde auf-, aus- und umgebaut, erneut durch Kriege zerstört, und zwischenzeitlich als  Schweinestall und Lazarett für über 6.000 Soldaten genutzt.

Der Besuch ist kostenlos.

Übrigens: Die Mainzer Dombauhütte, in der jene Steinmetze arbeiten, die noch heute nach mittelalterlichen Methoden ihr Handwerk ausüben um den Dom zuerhalten, wurde zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

Adresse: Am Markt 10, 55115 Mainz

Weitere Informationen: https://www.dompfarrei-mainz.de

2. Tipp: Das Gutenberg Museum

Der Buchdruck mit beweglichen Lettern, den der Mainzer Johannes Gutenberg erfand, revolutionierte ab Mitte des 15. Jahrhunderts nicht nur die Buchproduktion, sondern damit auch die Aufklärung und die Verbreitung von Wissen und Bildung. Im Gutenberg Museum, das direkt gegenüber des Doms liegt, erfährt man sehr anschaulich wie die Medienproduktion ihre ersten industriellen Schritte unternahm und kann zwei der seltenen Gutenberg-Bibeln im Original bewundern:

Übrigens: Zu jeder vollen Stunden wird der Buchdruck mit den alten Maschinen live vorgeführt, gerade mit Kindern sollte man sich das nicht entgehen lassen.

Adresse: Liebfrauenplatz 5, 55116 Mainz

Weitere Informationen: http://www.gutenberg-museum.de

3. Tipp: Die Kirche St. Stephan

Eine ganz besondere Attraktion hält die St. Stephanskirche für seine Besucher bereit. Dieses über 1.000 Jahre alte Gotteshaus, dass zunächst als romanische Basilika gebaut und ab 1290 neu aufgebaut wurde, erhielt in den Jahren 1978 – 1985 neun prachtvolle Kirchenfenster des berühmten Malers Marc Chagall. Besonders an sonnigen Tag sollte man ihre Farbigkeit bewundern.

Aber nicht nur das Innere der Kirche ist sehenswert, auch der benachbarte spätgotische Kreuzgang lädt ein für einen Moment Ruhe und Stille zu genießen.

Adresse: Weißgasse 12, 55116 Mainz

Weitere Informationen: https://bistummainz.de/pfarrei/mainz-st-stephan/

4. Tipp: Das Kurfürstliche Schloss

Die ehemalige Stadtresidenz der Mainzer Erzbischöfe, die als Kurfürsten das umliegende Land regierten liegt direkt am Rhein. Das Schloss geht auf die 1480 vollendete Martinsburg zurück mit der es lange Zeit, bis zum Abtragen durch Napoleon, eine Einheit bildete. Heute stehen nur noch der Nord- und der Ostflügel, in dem das Römisch-Germanische Zentralmuseum beherbergt ist.

Einen sehr schönen Blick auf die rote Mainsandstein-Fassade aus der Endphase der Deutschen Renaissance bekommt man von Südost.

Übrigens: Die direkt vor dem Schloss den Rhein überquerende Theodor-Heuss-Brücke verbindet nicht nur die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen und ihre beiden Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden, sondern ist mit ihrer Länge von 475m ein imposantes Brückendenkmal von 1885. Jener Hochphase der Eisenfachwerkbauten, wie dem Pariser Eiffelturm. Man kann Theodor-Heuss-Brücke, seit der Abschaffung des Brückenzolls im Jahre 1912, kostenlos nutzen.

Adresse: Ernst-Ludwig-Platz 2, 55116 Mainz

Weitere Informationen: https://www.mainz.de/kurfuerstliches-schloss.php

5. Tipp: Das Mainzer Landesmuseum

Gestiftet von Napoleon, der dem Museum 1803 als Grundausstattung 36 Gemälde vermachte, zählt das Landesmuseum Mainz zu den ältesten Museen in Deutschland. Mit seiner bedeutenden kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlung hält es für seine Besucher Objekte aus der vorgeschichtlichen bis zur heutigen Zeit bereit.

Übriges: Nicht nur die Ausstellungsstücke, auch das Museum selbst, das im 1767 erbauten ehemaligen kurfürstlichen Marstall untergebracht ist, ist einen Besuch wert.

Adresse: Große Bleiche 49-51, 55116 Mainz

Weitere Informationen: http://www.landesmuseum-mainz.de

6. Tipp: Das römische Mainz

Das römische Mainz beginnt in den Jahren 13 oder 12 vor Christus mit einem, gegenüber der Mainmündung gegründeten Legionslager, das sich aufgrund seiner strategisch sehr günstigen Lage schnell zur Provinzhauptstadt Obergermaniens entwickelte. Noch heute finden sich an vielen Stellen eindrucksvolle Überreste der damaligen römischen Besiedelung, die man in einen Stadtrundgang einbauen sollte. Die sechs schönsten davon stellen wir vor und haben sie zur Übersicht mit römischen Ziffern I – VI nummeriert:

I. Die Römersteine (Aquädukt)

Diese Überreste einer römischen Wasserleitung (Aquädukt) führten vom Königsborn in Mainz – Finthen römisch Ad Fontes (Namensgeber der Fontana Klinik), über eine Strecke von 9 km zum ehemaligen Legionslager. Mit einer maximalen Höhe vom 25m gilt es als das höchste römische Aquädukt nördlich der Alpen. Heute sind im Zahlbachtal die Überreste dieser 25m hohen Pfeiler erhalten, einige davon sogar noch in sehr gutem Zustand. Weitere Pfeiler befinden sich auf dem Sportgelände der Universität Mainz.

Adresse: Untere Zahlbacher Str., 55128 Mainz

Weitere Informationen: https://rom-in-deutschland.de/roemersteine-mainz

II. Der Drususstein

Der römische Feldherr und Stiefsohn von Kaiser Augustus gründet 13/12 v. Chr. das Legionslager Mogontiacum aus dem sich die Stadt Mainz entwickelte. Von hier aus unternahm er die Eroberungszüge Germaniens (Drusus-Feldzüge). Als er im Herbst des Jahres 9 v. Chr. starb, wurde zu seinen Ehren ein Denkmal, der Drususstein errichtet. Er steht noch heute und ist als massiver Bruchstein-Zylinder mit 21m Höhe auf dem Gelände der Zitadelle zu bestaunen

Adresse: Zitadelle, 55131 Mainz

Weitere Informationen: http://www.festung-mainz.de/drususstein.html

III. Das Isis- und Mater Magma Heiligtum

Bei Bauarbeiten in der Mainzer Innenstadt stieß man auf eine römische Tempelanlage aus dem ersten Jahrhundert nach Christus, geweiht der ägyptischen Göttin Isis und der römischen Muttergottheit Mater Magma. Während der 17-monatigen Ausgrabungen wurde auch ein 700 Jahr älterer, tiefer gelegener Bestattungsplatz aus der Hallstadtzeit (vorrömische Eisenzeit) freigelegt. Beide Denkmäler sind heute zu besichtigen.

Adresse: Römerpassage, 55116 Mainz

Weitere Informationen: https://de.wikipedia.org/

IV. Das römische Theater Mainz

Mit einem Durchmesser von 116m und einer Bühne von 42m Länge war das römische Theater in Mainz das größte seiner Art nördlich der Alpen. Es bot ca. 10.000 Besuchern Platz, die dort vermutlich im Rahmen der Feiern zu Ehren des Drusus Unterhaltung fanden. Im Zuge der Stadterweiterung im 4. Jhd, aber auch durch Bahnhofs- und Gleisarbeiten, wurden viele Mauerreste abgetragen oder überbaut. Doch inzwischen wurde ein großer Teil freigelegt und erhalten. Er befindet sich oberhalb des deshalb nach diesem Fundort benannten Bahnhofs.

Adresse: Oberhalb des Bahnhofs Mainz – Römisches Theater, 55116 Mainz

Weitere Informationen: https://www.theatrum.de/mainz.html

V. Die Mainzer Römerschiffe

Bei den beiden Mainzer Römerschiffen handelt es sich um zwei Kriegsschiffe der spätrömischen Rheinflotte. Sie sind originalgetreu rekonstruiert und im Museum für Antike Schiffart, zusammen mit den Originalfunden, ausgestellt. Gefunden wurden sie, zusammen mit drei weiteren Schiffen aus dem 4. Jhd., bei Bauarbeiten am Rheinufer, wo sich ein römischer Kriegshafen befand.

Adresse: Neutorstraße 2b, 55116 Mainz

Weitere Informationen: https://musea/mainz/aid.htm

VI. Das römische Stadttor in Mainz

Nach dem Zusammenbruch des Limes im 4. Jhd. wurde die Siedlung Mogontiacum zur Frontstadt. Zu ihrer Befestigung erhielt sie eine Stadtmauer mit großen Stadttoren. Eines davon konnte im Jahr 1985 bei Bauarbeiten in der Mainzer Oberstadt ausgegraben werden. Die Mauerreste mit gut erhaltenem Straßenpflaster wurden in die neue Wohnanlage „Kästrich“ integriert und sind dort zugänglich.

Adresse: Kästrich 61, 55116 Mainz

Weitere Informationen: https://www.regionalgeschichte.net/

7. Tipp: Die Augustinerstraße

Die schönste Einkaufs- und Flanierstraße dürfte wohl die Augustinerstraße in der südlichen Mainzer Innenstadt sein. Zahlreiche Fachwerkhäuser mit Denkmalstatus säumen die ehemalige Hauptstraße von Mainz und laden zum Bummeln und Verweilen ein. Vielleicht finden Sie hier ein nettes Mitbringsel.

Übrigens: Wer es etwas ruhiger mag, biegt in die kleinere Straße „Kirschgarten“ ab, um dort die schönen mittelalterlichen Fachwerkfassaden bei einem Kaffee zu genießen.

Adresse: Augustinerstraße, 55116 Mainz

Weitere Eindrücke: https://www.augustienerstraße.de/

8. TIPP: Die Zitadelle Mainz

Einen schönen Ausblick hat man von der am südlichen Stadtrand, unweit des Bahnhofs Römisches Theater, gelegenen Zitadelle. Dort befindet sich auch der schon erwähnte römische Drususstein. Diese Anhöhe, die früher ein Benediktiner Kloster beherbergte, bot Angreifern einen strategisch günstigen Punkt, um die Stadt Mainz zu beschließen. Deshalb wurde sie in den 1620er Jahren in die Stadtbefestigung integriert und mit einer Wehranlage befestigt, die 1655 zur Zitadelle, nach französischer Bauart ausgebaut wurde. Seitdem wurden die Gebäude militärisch genutzt, zuletzt von der französischen Armee, die die Zitadelle bis 1955 beschlagnahmt hatte.

Adresse: Windmühlenstraße, 55131 Mainz

Weitere Informationen: https://www.zitadelle-mainz.de

Individuelle Besuche

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Ideen den Besuch nach Mainz, in der Fontana Klinik, zusätzlich schmackhaft gemacht zu haben. Gerne geben wir Ihnen für Ihren Besuch weitere Tips. Fragen Sie bei Ihrer Terminvereinbarung gerne nach. Wir freuen uns auf Sie.