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Hyperhidrose: Mögliche Behandlungsmethoden

Die Hyperhidrose beschreibt eine krankhafte, lokale (eine Körperregion betreffende) oder generalisierte (gesamten Körper betreffende) Steigerung der Schweißabsonderung. Große Schweißflecken auf dem T-Shirt, nasse Hände oder Füße – Schwitzen ist eine natürliche Funktion des Körpers, um die körpereigene Temperatur zu regulieren. Bei Hyperhidrose jedoch leiden Menschen auch ohne körperliche Anstrengung unter verstärkter Schweißbildung. Diese tritt überwiegend in den Achselhöhlen und/oder an Händen und Füßen auf. Zwar kann ein Verzicht auf Koffein und Nikotin das Schwitzen reduzieren, jedoch lässt sich übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrosis) meist nur geringfügig mit Deodorant oder anderen Mitteln normalisieren.

Alternativ kann die Schweißbildung vorübergehend durch die Injektion von Botulinumtoxin unterdrückt werden, da die Übertragung der Nervenimpulse zu den Schweißdrüsen blockiert wird. Eine wiederholte Behandlung mit Botulinumtoxin ist bedenkenlos möglich. Für ein lang anhaltendes Ergebnis ist es empfehlenswert, eine operative Behandlung der Hyperhidrose durchzuführen. Bei der operativen Entfernung können die Schweißdrüsen herausgeschnitten (Exzision), abgeschabt (Kürettage) oder absaugt werden. Die Erfolgsaussichten bei allen drei modernen Verfahren sind vielversprechend, sodass die Schweißbildung anschließend normalisiert ist.

HYPERHIDROSE MIT OPERATIVEN EINGRIFFEN BESEITIGEN

Die operativen Eingriffe eignen sich für die Behandlung der Hyperhidrosis (Hyperhidrose) in den Achselhöhlen und erzielen gute, dauerhafte Ergebnisse. Nur mit geringer Wahrscheinlichkeit tritt eine verstärkte Schweißbildung nach der Behandlung erneut auf.

1. Herausschneiden der Schweißdrüsen (Exzision)

Es wird ein Teil der Schweißdrüsen tragenden Haut herausgeschnitten und die Hautränder werden angehoben. Mit einer Schere werden unter Sicht die restlichen Schweißdrüsen entfernt, sodass nur geringe, kleinere Drüsenanteile in der Haut verbleiben. Durch eine Hautdehnung (Mobilisationsplastik) wird der Operationsbereich geschlossen. Die Exzision hat höhere Risiken als andere Methoden, ist jedoch die wirksamste Behandlung gegen Hyperhidrosis. Ein erneutes Auftreten der Hyperhidrose kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

2. Abschaben der Schweißdrüsen (Kürettage)

Durch einen kleinen Schnitt wird ein scharfes, ringförmiges Messer unter die Haut geführt und diese angehoben. Auf der Hautunterseite werden die Schweißdrüsen, genauer genommen die zuführenden Nervenbahnen, ohne Sichtkontrolle abgetrennt. Die Technik stellt eine sehr geringe Belastung für Sie dar, da sie in örtlicher Betäubung möglich ist und wenig Zeit in Anspruch nimmt. Im Anschluss zeigt sich eine Reduzierung der Schweißproduktion, es besteht jedoch eine höhere Rückfallquote im Vergleich zu den anderen Methoden.

3. Schweißdrüsenabsaugung: Abschabung und Absaugung auch in Kombination zur Erhöhung der Wirksamkeit

Bei der Schweißdrüsenabsaugung handelt es sich um die derzeit modernste Form der Behandlung von Hyperhidrose, die gleichzeitig sehr gewebe- und patientenschonend ist. Durch die Injektion eines hoch verdünnten, örtlichen Betäubungsmittels unter die Haut im Operationsbereich hebt sich die Haut von dem darunter liegendem Gewebe ab, so dass Nerven-, Blut- und Lymphgefäße vor Verletzungen geschützt sind. Die Schweißdrüsenabsaugung wird ohne Sichtkontrolle mit stumpfen und/oder scharfen Kanülen durchgeführt. Auch dieser Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung. Welches Verfahren für Sie optimal ist, wird Ihnen selbstverständlich Ihr behandelnder Arzt nach einer eingehenden Untersuchung im Detail erläutern. Für die Behandlung von Hyperhidrosis an den Händen kann eine sogenannte thorakale Sympathektomie, ein weiteres operatives Verfahren, durchgeführt werden. Wenn Sie weitere Informationen wünschen, klären unsere Ärzte Sie gerne ausführlich über diese Methode auf.

RISIKEN EINER SCHWEISSDRÜSENABSAUGUNG UND DER ANDEREN BEHANDLUNGSFORMEN

Wie bei allen Operationen können nach einer operativen Behandlung der Hyperhidrose Blutergüsse und Schwellungen auftreten, die in der Regel nach einigen Tagen bis Wochen von selbst abheilen. Infektionen der Wundgebiete und Wundheilungsstörungen sind selten. Das Empfinden im Operationsgebiet kann nach dem Eingriff vermindert oder taub sein. Bereits nach wenigen Monaten normalisiert sich die Sensibilität vollständig. Patienten sind nach einer operativen Behandlung der Hyperhidrosis sehr zufrieden, da modernste Verfahren den Eingriff sicher und effizient machen. Ihr behandelnder Arzt wird selbstverständlich detailliert und individuell mit Ihnen die allgemeinen und spezifischen Risiken, die natürlich jeder operative Eingriff hat, besprechen. Vor der Behandlung bleibt ein Beratungsgespräch unersetzlich, in dem wir auf Ihre persönliche Situation und Vorstellungen eingehen können. Neben der Entfernung von Schweißdrüsen, beispielsweise durch eine Schweißdrüsenabsaugung bieten wir noch andere Behandlungen im Bereich der Körperchirurgie an. Unsere erfahrenen Fachärzte der FONTANA KLINIK beantworten Ihre Fragen sehr gerne und erstellen mit Ihnen zusammen ein auf Sie individuell abgestimmtes Behandlungskonzept. Nur durch diese eingehende Beratung können wir sicherstellen, dass wir Ihrem Wunsch nach einer normalisierten Schweißbildung optimal gerecht werden. Kontaktieren Sie uns über das Kontaktformular oder rufen Sie uns telefonisch unter der Nummer 06131 – 940 690 an – wir freuen uns auf Sie!

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