Wulstnarben: Über das Narbengewebe hinauswachsende Keloide

Fachwissen der plastischen Chirurgie: Wulstnarben

Wulstnarben sind sogenannte Keloide, die auf der Haut über die Narbengrenzen hinaus wachsen. Dabei werden sie nicht nur als kosmetisch störend empfunden, sondern lösen oftmals Juckreiz an den betroffenen Stellen aus. Gesundheitliche Nebenwirkungen gibt es in der Regel nicht. Wulstnarben fallen durch ihre rötliche Färbung auf, die sich nach ausgiebigen Sonnenbädern meist wesentlich dunkler als das umliegende Hautgewebe verfärben. Häufig bilden sich Wulstnarben im Bereich der Brust, Schultern und den Ohren, deren Ausprägung aber mit zunehmendem Alter abnimmt.

Für die Korrektur von Wulstnarben stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Mittels einer Injektion mit Kortikosteroid wird das Narbengewebe reduziert. Auch operative Verfahren können eingesetzt werden, um die Keloide zu vermindern. Zum Beispiel kann das Narbengewebe entfernt werden, in schweren Fällen besteht die Notwendigkeit einer Hautverpflanzung. So erhält das betroffene Gewebe ein unauffälligeres Erscheinungsbild und die Patienten erleben ein zufriedenstellendes Ergebnis. Außerdem kann bei ausgeprägten Narben ebenso eine radiologische Bestrahlung in Erwägung gezogen werden. Bei der Wahl des Verfahrens zur Behandlung von Wulstnarben bezieht der Arzt alle wichtigen Faktoren, beispielsweise die Beschaffenheit des Gewebes, mit ein und entscheidet bei jeden Patienten individuell. Das Anlegen eines Silikonverbandes während des Heilungsprozesses kann die Bildung einer Wulstnarbe verhindern.

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